
KI-Marketing · 26. August 2026 · 8 Min
Viele Unternehmer sagen denselben Satz: Meine Seite steht bei Google ganz oben, aber es rufen weniger Leute an. Beides stimmt gleichzeitig, und dafür gibt es einen messbaren Grund. Die Trefferliste, in der Sie gut stehen, schaut kaum noch jemand an.
SparkToro hat zusammen mit Similarweb ausgewertet, was nach einer Google-Suche tatsächlich passiert. Grundlage sind echte Klickdaten, keine Umfrage. Das Ergebnis für Deutschland: Von 1.000 Suchanfragen führen nur 287 überhaupt zu einem Klick auf eine Website. Die restlichen 713 enden auf der Suchergebnisseite.
der Google-Suchen in Deutschland enden ohne einen einzigen Klick
Quelle: SparkToro / Similarweb, Januar bis April 2026 • Zero-Click-Quote Deutschland, erhoben über Similarweb-Klickdaten. Beleg ansehen
Zum Vergleich: 2024 lag dieser Wert weltweit noch bei rund 60 Prozent, vor zehn Jahren bei etwa 45 Prozent. Der Trend läuft also seit Jahren, aber er hat sich mit den KI-Antworten deutlich beschleunigt.
Stellen Sie sich eine Ladenstraße vor. Ihr Geschäft liegt an der besten Ecke, direkt am Eingang. Nur baut die Stadt jetzt einen Pavillon davor, in dem eine Auskunft sitzt und alle Fragen der Passanten sofort beantwortet. Die Leute kommen weiterhin, sie fragen weiterhin, aber sie gehen die Straße gar nicht mehr hinunter.
Der Pavillon ist die KI-Antwort, die Google über die Trefferliste stellt. Ihre Position in dieser Liste hat sich nicht verschlechtert. Sie ist nur an eine Stelle gerutscht, die viele Nutzer nie erreichen. Deshalb können Ihre Rankings stabil aussehen, während die Anfragen zurückgehen.
“Die Frage ist nicht mehr, ob Sie in der Liste stehen. Die Frage ist, ob Sie in der Antwort vorkommen.
Seit einiger Zeit geistert ein Satz durch Vertriebsgespräche und Agenturpräsentationen: Die Google-Suchanfragen seien um 25 Prozent zurückgegangen. Wir haben diesen Satz selbst benutzt. Er stimmt nicht, und wir halten es für richtig, das offen zu sagen.
Drei Dinge daran sind falsch:
Quelle: Gartner, Pressemitteilung, 19. Februar 2024 • Die ursprüngliche Prognose im Wortlaut. Beleg ansehen
Der Unterschied ist keine Wortklauberei, sondern entscheidet über die richtige Maßnahme. Wer glaubt, die Leute suchen weniger, versucht die verlorene Nachfrage woanders zu ersetzen. Tatsächlich ist die Nachfrage da wie nie. Sie kommt nur nicht mehr bei Ihnen an. Das ist ein völlig anderes Problem, und es hat eine andere Lösung.
Sowohl Googles KI-Antwort als auch ChatGPT und Perplexity zitieren Quellen. Wer dort als Quelle auftaucht, bekommt den Besucher, der überhaupt noch klickt. Dafür müssen Inhalte so aufgebaut sein, dass eine Maschine sie als klare Antwort auf eine klare Frage erkennt.
Das ist der häufigste technische Fehler, den wir sehen. Viele moderne Websites bauen ihre Texte erst im Browser des Besuchers zusammen. Google kann damit inzwischen umgehen. Die KI-Systeme, die Ihre Inhalte lesen sollen, können es in vielen Fällen nicht. Für sie ist die Seite dann leer, egal wie gut der Text ist.
KI-Systeme bilden sich ihr Urteil über ein Unternehmen aus mehreren Quellen: dem Google-Unternehmensprofil, Bewertungen, Branchenverzeichnissen, Presse. Ein gepflegtes Profil mit echten Bewertungen wirkt hier stärker als jede einzelne Unterseite.
Die Position in der Trefferliste allein sagt heute wenig. Aussagekräftig ist das Verhältnis von Sichtbarkeit zu tatsächlichen Anfragen. Wer nur Rankings betrachtet, sieht den Einbruch erst, wenn er im Umsatz ankommt.
Die Zero-Click-Zahlen stammen aus einer Auswertung von Klickdaten und sind kein Naturgesetz. In Deutschland liegt die Quote spürbar niedriger als in Großbritannien oder den USA, vermutlich wegen der europäischen Regulierung. Und nicht jede Branche ist gleich betroffen: Wer ein konkretes Handwerk anbietet, wird anders gesucht als jemand, der eine Wissensfrage beantwortet. Was für Ihr Unternehmen gilt, lässt sich nur an Ihren eigenen Zahlen ablesen, nicht an einer Studie.
Wir schauen uns an, ob KI-Systeme Ihr Unternehmen überhaupt kennen und was sie über Sie sagen. Kostenlos und unverbindlich.
Kostenlose BeratungAnimaContent
Marketing, SEO & KI-Sichtbarkeit, alles aus einer Hand. Oberhausen.
FAQ
Rund 62 Prozent. Von 1.000 Suchanfragen führen nur etwa 287 zu einem Klick auf eine Website. Die Zahl stammt von SparkToro auf Basis von Similarweb-Klickdaten und bezieht sich auf Januar bis April 2026. In Großbritannien und den USA liegt die Quote mit rund 69 beziehungsweise 68 Prozent noch höher.
Nein. Diese Zahl stammt aus einer Gartner-Prognose vom Februar 2024, die einen Rückgang bis 2026 vorhersagte. Eingetreten ist sie nicht. Google meldet für 2026 einen Höchststand bei den Suchanfragen. Zurückgegangen sind nicht die Suchen, sondern die Klicks.
Weil die Trefferliste, in der Sie gut stehen, von immer weniger Nutzern erreicht wird. Google beantwortet die Frage inzwischen oft selbst, direkt oberhalb der Liste. Ihre Position hat sich nicht verschlechtert, aber ihr Wert.
Für Deutschland misst SISTRIX rund 20 Prozent aller Suchanfragen. Internationale Erhebungen kommen auf höhere Werte, weil sie andere Länder und andere Arten von Suchanfragen betrachten. Der Anteil steigt weiter.
Vier Dinge: Inhalte so aufbauen, dass sie als Antwort zitiert werden können. Sicherstellen, dass Ihre Texte im ausgelieferten Quelltext stehen und nicht erst im Browser entstehen. Ihr Google-Unternehmensprofil und Ihre Bewertungen pflegen. Und messen, was tatsächlich an Anfragen ankommt, statt nur auf Rankings zu schauen.
Weiterlesen
Google AI Overviews verändern die Suche grundlegend. So sorgst du dafür, dass deine Inhalte als Quel…
LesenWie du deine Website so aufbaust, dass KI-Assistenten dich als Quelle nennen. GEO ist der Schlüssel …
LesenDie häufigsten Fehler — und wie wir sie bei unseren Kunden in 4 Wochen beheben. Technische SEO allei…
LesenNächster Schritt
Website, SEO, Social Media & KI-Sichtbarkeit — alles aus einer Hand. Finden wir es in einem kurzen Gespräch heraus.