Was heute wirklich geht, was es kostet, wo die zwei Kostenfallen liegen und warum die ersten Kampagnen in den USA fast alle bei null endeten. Ohne Marktgeschrei, mit Quellen.
Jemand fragt ChatGPT nach einer Leistung. ChatGPT antwortet. Unter der Antwort steht eine als Anzeige gekennzeichnete Karte mit Markenname, Logo, Überschrift, kurzem Text, Bild und einem Link auf Ihre Seite. Sie steht genau in dem Moment da, in dem jemand eine Kaufentscheidung vorbereitet.
Der Nutzer beschreibt sein Problem in eigenen Worten, meistens ausführlicher als bei einer Google-Suche. Er schreibt nicht „Dachdecker Mülheim", sondern beschreibt den Schaden.
ChatGPT antwortet inhaltlich. Die Anzeige verändert diese Antwort nicht. Das ist keine Marketingaussage von uns, das steht so in den Werberichtlinien von OpenAI.
Darunter erscheint die gekennzeichnete Karte. Klickt der Nutzer, landet er auf Ihrer Zielseite. Ab hier zählt, ob diese Seite hält, was die Anzeige verspricht.
Wir zählen nicht Klicks, sondern Anfragen. Ein Klick, der nichts auslöst, ist eine Ausgabe, kein Ergebnis.
Für Deutschland hat OpenAI zum Start keine Preise veröffentlicht. Alles hier stammt aus den USA und aus den Werbebedingungen selbst.
Erstens: das Tagesbudget ist kein Deckel. OpenAI hat die festen Tagesbudgets nachträglich in Sieben-Tage-Durchschnitte umgestellt, bei laufenden Kampagnen, ohne Zutun des Werbetreibenden. Das Eingabefeld heißt in der Oberfläche weiterhin „Tagesbudget". Eine echte Obergrenze ist nur das Gesamtbudget. Wir sagen Ihnen deshalb nie ein Tagesbudget als Deckel zu, sondern ein Gesamtbudget.
Zweitens: Pause heißt nicht Stopp. Nach Pause oder Stornierung dürfen Anzeigen einen vollen Geschäftstag weiterlaufen, auf Ihre Kosten. Eine britische Agentur wurde genau dafür belastet. Der Support bestätigte zunächst selbst einen Fehler im eigenen System und lehnte die Erstattung dann unter Berufung auf Ziffer 11.1 trotzdem ab. Dieser Nachlauf gehört in Ihr Budgetlimit eingerechnet, nicht daneben.
Der Kanal ist ein halbes Jahr alt. Entsprechend viel wird darüber behauptet. Wir haben gesammelt, was öffentlich auffindbar war, und jeden Bericht daraufhin geprüft, ob Ausgaben, Zeitraum und Ergebnis nachvollziehbar belegt sind.
In fünf von sechs nachvollziehbaren Ausgabenberichten aus den USA kam keine einzige messbare Anfrage heraus. Der größte davon lag bei über 4.000 US-Dollar. Reichweite gab es, Klicks auch. Abschlüsse nicht.
Für lokale Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe gibt es bislang keinen belastbaren positiven Bericht. Wer Ihnen etwas anderes erzählt, hat eine Quelle, die wir gern sehen würden.
Ein junger Kanal ist eine Chance und ein Risiko zugleich. Die Antwort darauf ist nicht Mut und nicht Zurückhaltung, sondern ein kleines Startbudget mit sauberer Anfragen-Zählung. Nach vier Wochen wissen Sie mehr als jeder Marktbericht.
Das entscheidet der Anbieter, nicht wir. Und es ist die Frage, die über jedes Angebot entscheidet, deshalb steht sie bei uns am Anfang und nicht im Kleingedruckten.
Fast alle Übersichten prüfen nur die erste. Die zweite und dritte fallen auf, wenn das Geld schon ausgegeben ist.
Auch wenn der Anbieter zustimmt, kann eine Anzeige hier unzulässig sein. Diese Prüfung machen wir vor jedem Angebot, damit Sie nicht für eine Einrichtung zahlen, die dann nicht schalten darf.
Schreiben Sie sie uns. Wir antworten schriftlich, innerhalb von 24 bis 48 Stunden, und Sie gehen dabei keine Verpflichtung ein.
Frage stellenSeit dem 24. August 2026 nicht ohne Weiteres. OpenAI liefert an diesem Tag Anzeigen in 31 europäischen Märkten aus, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Der Einkauf läuft dort zunächst über das eigene Ads-Solutions-Team von OpenAI sowie über Agentur- und Technologiepartner. Den offenen Selbstbedienungs-Zugang über den Ads Manager hat OpenAI für das laufende Quartal angekündigt, also bis Ende September 2026; ein festes Datum für Deutschland nennt OpenAI nicht. Ausspielungsmarkt und Werbetreibendenmarkt sind zwei verschiedene Dinge: dass Menschen hier Anzeigen sehen, heißt noch nicht, dass Sie hier welche buchen können.
Abgerechnet wird nach Tausend-Kontakt-Preis, nach Klick oder nach Klick mit Steuerung auf Anfragen. In den USA startete der Tausend-Kontakt-Preis bei 60 US-Dollar, inzwischen werden je nach Kampagne 25 bis 60 US-Dollar berichtet. Das anfängliche Mindestbudget hat OpenAI dort gestrichen. Für Deutschland hat OpenAI zum Start keine Preisliste veröffentlicht. Wer Ihnen heute einen deutschen Preis nennt, rät.
Nein, und das ist die teuerste Verwechslung. OpenAI hat die Tagesbudgets nachträglich auf Sieben-Tage-Durchschnitte umgestellt, bei laufenden Kampagnen. An einem einzelnen Tag können bis zum Doppelten des Tagesbudgets abfließen, über sieben Tage bis zum Siebenfachen. Eine echte Obergrenze ist nur das Gesamtbudget. Wir sagen deshalb nie ein Tagesbudget als Deckel zu.
Nicht sofort. Ziffer 11.1 der OpenAI Advertising Terms erlaubt, dass Anzeigen nach Pause oder Stornierung einen vollen Geschäftstag weiter ausgeliefert werden, auf Kosten des Werbetreibenden. Eine britische Agentur wurde genau dafür belastet und bekam keine Erstattung, obwohl der Support zunächst einen Fehler im eigenen System bestätigt hatte. Dieser Nachlauf gehört als Puffer in das freigegebene Budget hinein, nicht daneben.
Angemeldete, volljährige Nutzer der kostenlosen Version und des Tarifs ChatGPT Go. Werbefrei bleiben Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu, ebenso Konten, die OpenAI als minderjährig erkennt. Wer also eine zahlungskräftige Zielgruppe im Blick hat, sollte das mitdenken: ein Teil davon sieht Ihre Anzeige nie. Genau dort wirkt nur der zweite Weg, nämlich von ChatGPT selbst genannt zu werden.
Nein, zum Start nicht. Für personalisierte Werbung verlangt die DSGVO eine ausdrückliche Einwilligung, und die holt OpenAI in Europa nicht ein. Ausgesteuert wird stattdessen über den Zusammenhang des Gesprächs, über das Land, über eigene Kundenlisten und über Themenhinweise, die Sie als Werbetreibender selbst hinterlegen. Für Sie heißt das: Ihre Anzeige erscheint, weil das Gespräch zum Thema passt, nicht weil jemand irgendwo verfolgt wurde.
Nein. OpenAI trennt beides ausdrücklich. Die Anzeige ist eine gekennzeichnete Karte unter der Antwort. Ob Sie in der Antwort selbst vorkommen, entscheidet sich daran, ob Ihre Inhalte für das System lesbar und belastbar sind. Das ist eine eigene Disziplin, und dafür gibt es bei uns eine eigene Seite.
Ehrliche Antwort: das weiß heute niemand belastbar. Wir haben 66 öffentliche Erfahrungsberichte gesammelt und geprüft. Drei hielten der Prüfung stand. In fünf von sechs nachvollziehbaren Ausgabenberichten aus den USA kam am Ende keine einzige messbare Anfrage heraus, bei Budgets bis über 4.000 US-Dollar. Das heißt nicht, dass der Kanal nicht funktioniert. Es heißt, dass er jung ist und man klein anfangen und messen sollte.
Wir schauen kostenlos nach, ob die KI-Systeme Sie heute schon kennen, und ob Ihre Branche überhaupt werben darf. Danach reden wir über Geld.