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KI-Marketing · 15. September 2026 · 5 Min

KI-Optimierung: Was Google selbst dazu sagt

Google sagt in einem offiziellen Leitfaden: Wer für die KI-Antworten der Google-Suche optimiert, macht weiterhin Suchmaschinenoptimierung. Sonderdateien wie eine llms.txt, spezielles Markup oder Texte extra für KI braucht es laut Google nicht. Was zählt, sind eigene, hilfreiche Inhalte und eine technisch saubere Website.

#KI-Übersichten#AI Mode#GEO#SEO
EK
Ervin Keljic
Oberhausen5 Min Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze:

  • Google nennt die Optimierung für KI-Antworten ausdrücklich „still SEO“, also weiterhin Suchmaschinenoptimierung.
  • Eine llms.txt, spezielles Markup oder Texte extra für KI bringen in der Google-Suche laut Google nichts.
  • Wichtig bleiben eigene Inhalte, indexierte Seiten, eine schnelle Website und ein gepflegtes Unternehmensprofil.
  • Messen können Sie das kostenlos in der Search Console.
  • Für ChatGPT, Copilot und Perplexity gilt dieser Leitfaden nicht.

Was hat Google genau veröffentlicht?

Google hat am 15.05.2026 eine Seite in seiner offiziellen Dokumentation für Website-Betreiber veröffentlicht. Sie heißt „Optimizing your website for generative AI features on Google Search“. Gemeint sind die KI-Übersichten über den Suchergebnissen und der KI-Modus der Google-Suche. Zuletzt aktualisiert wurde die Seite am 10.07.2026.

Der Kernsatz: Aus Sicht der Google-Suche ist Optimierung für generative KI Optimierung für das Sucherlebnis, „and thus still SEO“. Es bleibt also Suchmaschinenoptimierung.

Quelle: Google Search Central, Stand 10.07.2026, abgerufen am 15.09.2026 • Der Leitfaden selbst, mit allen Punkten zu dem, was nötig ist und was nicht. Beleg ansehen

Was brauchen Sie laut Google nicht?

Diese Punkte nennt Google ausdrücklich als unnötig:

  • Neue Dateien für Maschinen, etwa eine llms.txt. Google behandelt solche Dateien nicht bevorzugt.
  • Texte in kleine Häppchen zerlegen. Googles Systeme finden die passende Stelle auch in einer langen Seite.
  • Texte extra für KI umschreiben. Die Systeme verstehen Synonyme und Zusammenhänge.
  • Spezielles Markup. Strukturierte Daten sind für KI-Antworten keine Voraussetzung.
  • Gezielt gesammelte oder gestellte Erwähnungen auf anderen Websites.

Strukturierte Daten sind Zusatzangaben im Code einer Seite, die Suchmaschinen erklären, was dort steht. Für bestimmte Darstellungen in der normalen Suche nutzt Google sie weiterhin. Eine Pflicht für KI-Antworten sind sie nicht.

Was sollten Sie stattdessen tun?

Google nennt diese Punkte:

  • Inhalte mit eigenem Wert schreiben, die mehr bieten als das, was überall steht.
  • Sicherstellen, dass Google Ihre Seiten indexieren und mit Textausschnitt zeigen darf.
  • Für eine schnelle, gut bedienbare Website auf allen Geräten sorgen.
  • Doppelte Inhalte vermeiden.
  • Gute Bilder und Videos einbinden.
  • Ihre Unternehmensdaten im Google-Unternehmensprofil pflegen.

Indexieren heißt: Google hat die Seite in sein Verzeichnis aufgenommen. Nur Seiten, die dort stehen, kann Google als Quelle für eine KI-Antwort nutzen.

Quelle: Search Engine Journal (Fachbericht), 15.05.2026 • Einordnung des Leitfadens mit den wörtlichen Aussagen zu llms.txt, Häppchen und strukturierten Daten. Beleg ansehen

Was heißt das für Ihren Betrieb?

Gerade gibt es viele Angebote für „KI-Optimierung“ oder „GEO“ als eigenes Paket. Für die Google-Suche sagt Google selbst: Ein Sonderweg ist nicht nötig. Wer Ihnen für die Google-KI eine besondere Datei oder spezielles Markup verkauft, verkauft etwas, das Google nicht verlangt.

Das sagen wir auch dort offen, wo es uns selbst betrifft. Auf animacontent.de liegt eine llms.txt. Für Google bringt sie laut diesem Leitfaden nichts. Wir lassen sie stehen, weil sie keinen Aufwand macht. Ob andere KI-Systeme sie nutzen, ist nicht belegt.

Die eigentliche Arbeit ist unspektakulär. Ihre wichtigsten Seiten müssen bei Google im Index stehen. Der Text muss im ausgelieferten Code stehen und darf nicht erst im Browser entstehen. Und Ihre Seiten müssen Fragen beantworten, die Ihre Kunden wirklich stellen, mit Angaben, die nur Sie haben: Ablauf, Einzugsgebiet, Preise, Erfahrungen.

Für die Google-KI gibt es keine Abkürzung. Es gibt eine gute Website, die Google findet und versteht.

Eine Einschränkung bleibt: Der Leitfaden gilt nur für Google. ChatGPT, Copilot und Perplexity arbeiten mit eigenen Systemen. Für Copilot zeigt Microsoft inzwischen eigene Zahlen, dazu unten mehr.

So gehen Sie vor

In dieser Reihenfolge:

  • Prüfen Sie in der Search Console im Bereich „Seiten“, ob Ihre wichtigsten Seiten indexiert sind.
  • Prüfen Sie, ob der Text Ihrer Seiten im Quelltext steht (siehe Aufgabe unten).
  • Ergänzen Sie auf Ihren wichtigsten Seiten, was nur Sie wissen: Ablauf, Einzugsgebiet, Preise.
  • Pflegen Sie Ihr Google-Unternehmensprofil mit aktuellen Öffnungszeiten und Fotos.
  • Schauen Sie einmal im Monat in den KI-Bericht der Search Console.

Ihre Aufgabe für diese Woche

Öffnen Sie Ihre Startseite im Browser, klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie „Seitenquelltext anzeigen“. Suchen Sie dort mit Strg+F, am Mac mit Cmd+F, nach einem Satz aus Ihrem sichtbaren Text. Finden Sie ihn nicht, entsteht Ihr Text erst im Browser. Klären Sie das mit dem Betreuer Ihrer Website.

Sie möchten wissen, ob Ihre Website diese Grundlagen erfüllt? Unser kostenloser Website-Check prüft Ladezeit, Auffindbarkeit bei Google und Sichtbarkeit in KI-Systemen.

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Wie oft Microsoft Copilot Ihre Website als Quelle nennt, zeigen die Bing Webmaster Tools. So richten Sie den Bericht ein.

Zum Beitrag über Copilot

Mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben, von Ervin Keljic geprüft und freigegeben. Stand 15.09.2026. Wir prüfen den Beitrag spätestens am 15.12.2026 erneut.

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FAQ

Häufig gestellte Fragen

Nein. Google schreibt, dass Sie keine neuen maschinenlesbaren Dateien brauchen, um in der Google-Suche zu erscheinen. Solche Dateien werden nicht bevorzugt behandelt.

Laut Google nein. Die Systeme verstehen Synonyme und Zusammenhänge. Schreiben Sie klar für Ihre Kunden und mit Angaben, die nur Sie haben.

Für KI-Antworten sind sie laut Google keine Voraussetzung, und es gibt kein spezielles Markup dafür. Für bestimmte Darstellungen in der normalen Suche nutzt Google sie weiterhin.

Nein. Er beschreibt nur die KI-Funktionen der Google-Suche. ChatGPT, Copilot und Perplexity nutzen eigene Systeme mit eigenen Regeln.